Gemünda in Oberfranken

1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda

Predigt1kleinBei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erlebte eine erwartungsfroh gestimmte Gästeschar auf dem Dorfplatz des Sesslacher Stadtteils Gemünda am Sonntag, 29. 04. 07 ein Kirchweihschmankerl der besonderen Art.

Bei der traditionellen „Kirchweihpredigt“ nahmen die Moderatoren Gerhard Jöchner, Wilfried Steinert und Jennifer Ois in gewohnt schonungsloser Offenheit, die dennoch ein humorvolles Augenzwinkern erkennen ließ, die verschiedensten Ereignisse des vergangenen Jahres unter die Lupe und aufs Korn.

Egal ob es sich um den braungebrannten Käsekuchen einer ortsbekannten Bäckerin handelte, um Rauchforellen, die von der Katze gefressen worden waren, um einen in die Irre geleiteten Seniorenausflug oder gespaltetes Holz, das ein Bauer in Ostereierformen aufbewahrt, alles wurde launig kommentiert.

Predigt2kleinMit der Geschichte vom englischen Neubürger, der als  jüngstes Mitglied des Männergesangvereins am Gründonnerstag mit Hingabe „Stille Nacht“ sang, erntete das Trio ebenso großen Applaus wie mit der Lüftung des Geheimnisses von den verlorenen Bierfässern des Bürgermeisters und dem Transport von Sperrmüllmöbeln durch eine Gruppe Jugendlicher.

Der Bericht über ein Verkehrschaos, verursacht durch einen über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Besitzer eines extrem sperrigen Mähdreschers bildete Abschluss und Höhepunkt der launigen Predigt.

Predigt3kleinBesagter Fahrer des landwirtschaftlichen Geräts hatte es versäumt, nachzutanken und blieb mit seinem überdimensionalen Gefährt auf einer belebten Kreuzung der nahen Stadt stehen, was kilometerlange Staus von allen Seiten nach sich zog.

Das Trio hatte mit seinen  launischen Worten im unnachahmlichen Gemünner Dialekt stets die Lacher auf seiner Seite und schloss mit den Feststellung: “Gemünn iss die Walt“, was übersetzt soviel heißt,  dass die Einwohner des kleinen Dorfes  nirgends anders leben möchten, weil ihr Ort ihre Welt ist.



Von Astrid Franz Am Montag, 30. April 2007