Gemünda in Oberfranken

1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda

DSCF1264Mit Spannung wurde seitens der Freunde und  Stammgäste des Gemünner Musiksommers sowie der   Besucher aus nah und fern das Konzert „Glas und Harfe“ erwartet.

Eine außergewöhnliche Veranstaltung in einer  außergewöhnlichen Umgebung!

Die historische Zentscheune am Jägershof, schon oft Austragungsort größerer und kleinerer Konzert – sowie Open-Air Veranstaltungen, schuf mit ihrem ursprünglichen und eigenwilligen Ambiente den Rahmen für den wohl in dieser Zusammensetzung nur äußerst selten zu Gehör gebrachten musikalischen Leckerbissen.

Martin Hilmer (Glasharfe, Verrophon, und Glasharmonika) und  Beate Fürbacher,  Konzertharfe, verzauberten die aufmerksamen Zuhörer  aller Altersgruppen mit zwei Mal 45 Minuten himmlischer Musik.

In seinen einleitenden Worten, mit denen er die verschiedenen Glasinstrumente vorstellte, verdeutlichte Martin Hilmer, dass diese Art von Musik nicht nur esoterische und meditativeDSCF1253 Empfindungen wecken und ansprechen soll, sondern dass sie auch ein Mittel ist, klassischen und populären Stücken neue, überraschende Ausdruckskraft zu verleihen.

Das Konzert in der Zentscheune bot einen umfassenden Streifzug durch die Musikgeschichte:

Barockkompositionen von Bach und Vivaldi waren genauso vertreten wie klassische Stücke  von Beethoven und Mozart, die Romantik und die Moderne  folgten mit Donizetti, Schnaubelt, Sait-Saens und Faure.

Nicht sehr umfangreich ist das Originalwerk für Glasharmonika und Gläserspiel, sowie für das relativ neue Instrument Verrophon. Allerdings brachten die für diese Instrumente arrangierten, ursprünglich für Flöte oder auch Orgel komponierten Stücke die Zuhörer immer wieder zum Staunen, begeisterter, langanhaltender Applaus war der Dank dafür.

DSCF1266Die geschickte Moderation Martin Hilmers, der durch launige Worte eine lockere Atmosphäre schuf und auch die vielen Kinder in seinen Bann zog, die eingestreuten Soli für Harfe und die schwer zu spielende Glasharmonika, sowie die Bereitschaft, in der Pause den interessierten Besuchern die Instrumente hautnah vorzustellen und auf alle Fragen einzugehen, machte die Veranstaltung zu einer rundum begeisternden Angelegenheit.

Als  bei den Zugaben lautstark zwitschernde Amseln durch die geöffneten Scheunentore ihren Gesang hören ließen, war endgültig klar, dass das Konzert ein Glanzpunkt nicht nur dieses Gemünner Musiksommers ist, sondern noch lange im Gedächtnis der Besucher bleiben wird.

Die gewohnt gute Bewirtung mit allem, was der Fränkische Keller und die Fränkische Küche hergeben, trug sicherlich dazu bei, dass man noch länger in der Zentscheune verweilte.



Von Astrid Franz Am Dienstag, 26. Juni 2007