Gemünda in Oberfranken

1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda

Garten5_kleinVor rund zwei Jahren, zur Endausscheidung  des Wettbewerbs „unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ präsentierte die Evangelische Kirchengemeinde Gemünda einen Plan zur Neu – und Umgestaltung des Geländes rund um Johanneskirche und Pfarrgarten.   Als erstes  sollte die Neugestaltung des Kirchenumgriffs begonnen  werden,    ein Gelände, das in früheren Jahren als Friedhof diente und nun mit einer  Rasenfläche, Sträuchern und Bäumen bewachsen war. Hier sollte ein Ort der Besinnung entstehen, ein Garten, der nicht nur zur Besinnung anregt, sondern auch alle Sinne des Menschen anspricht. Architektin Christine Tranziska, Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, entwarf einen Bepflanzungsplan, in dem  die verschiedensten Sträucher und Bäume ihren Anforderungen gemäß den optimalen Standort bekamen und sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen.Ein gewundener Weg, der gekiest und zur Rasenfläche hin mit Pflastersteinen abgegrenzt ist, soll den Betrachter auf die Besonderheiten dieses kleinen Gartens hinführen.Im vergangenen Jahr, anlässlich der Begehung beim Landesentscheid konnten bereits  die Grobstrukturen des Weges besichtigt werden, im Herbst gab es zusammen mit den einzelnen „Baumpaten“, die sich zur Stiftung eines oder mehrerer Gehölze bereit erklärt hatten, eine größere Pflanzaktion. Das Frischgepflanzte hat den Winter gut überstanden uGarten2_kleinnd kräftig ausgetrieben. Der Weg ist fertig gestaltet, zudem wurde in einer Nische des Chores ein Podest aus Sandstein errichtet, dessen Mittelpunkt der alte Taufstein einnimmt. Nach dem Gottesdienst am Sonntag, 25. Mai 2008, wurde das erste, wirklich gelungene Teilstück des neuen Kirchengeländes, der Garten der Besinnung unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Kirchengemeinde feierlich eingeweiht.Der Posaunenchor hatte rund um den alten Taufstein Aufstellung genommen und begleitete die Feier musikalisch, Pfarrer Andreas Neeb, Architektin Christine Tranziska und Bürgermeister Hendrik Dressel sprachen Worte des Dankes und versicherten, das Projekt je nach Lage der Finanzen zügig weiter zu entwickeln.Eine imposante Figurengruppe wurde von einem Künstler aus dem Dekanat als Leihgabe zur Verfügung gestellt und nimmt die Südseite des äußeren Kirchenschiffes ein: Vier lebensgroße Holzskulpturen, genannt „die Beter“  gruppieren sich um eine Bibel und regen den Betrachter zum Nachdenken an.Verknüpft wurde die Einweihungsfeier mit dem Projekt „offene Kirche“. Ab dem 25. Mai 2008 sollen die Kirchentüren auch wochentags geöffnet bleiben. Geöffnete Kirchentüren bringen einen positiven Effekt für Einwohner und Besucher, die Gelegenheit, das persönliche Gebet durch das Entzünden einer Kerze abzuschließen und seine Bitten in ein ausgelegtes Buch einzutragen ist ab sofort auch in Gemünda möglich.Zudem ist angedacht, die Besucher der „Offenen Kirche“ durch das Einspielen geistlicher Musik vom Band in ihrer Meditation  zu unterstützen.Das Eröffnungsfest für den Garten der Besinnung wurde durch ein gemeinsames Weißwurstfrühstück abgerundet.Dazu versammelten sich die Besucher rund um die Dorflinde und ließen den Vormittag bei regem Meinungsaustausch ausklingen.



Von Astrid Franz Am Samstag, 24. Mai 2008