Gemünda in Oberfranken

1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda

Leichte Sommerküche  wie sie schon früher gerne gegessen wurde präsentierte Helga Griebel mit ihren Helferinnen diesmal in den eigenen vier Wänden. “Da kenne ich mich aus und weiß, wo alles steht” begründete sie ihren Entschluss, in der eigenen Küche zu kochen und auf der ausgedehnten Terrasse zu servieren.

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“Hefeklöße, schwarze Beeren und Zwetschgensoße” ließen Kindheitserinnerungen wach werden, zauberten den männlichen Essern einen verträumten Genießerblick ins Gesicht und regten die teilnehmenden Hausfrauen an, ihre ureigensten Kniffe im Umgang mit der heiklen Materie “Hefegebäck”zu verraten.

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Auch wenn es simpel klingt,  Hefeteig braucht bestimmte Bedingungen und er verzeiht keine unsachgemäße Behandlung.

Hefe ist ein Pilz der lebt,  und seine enorme Triebkraft entwickelt, wenn er im Ansatz Flüssigkeit in Form lauwarmer Milch (ersatzweise Wasser), Nahrung in Form von Zucker (entfällt bei Trockenhefe) und Wärme erhält.

Was er nicht mag ist heiße Flüssigkeit, dann gehen die Hefezellen kaputt und ebenso verabscheut er Zugluft, denn dabei fallen die zarten Hefegebilde zusammen wie Schnee in der Sonne.

Deshalb lautet in allen Küchen, in denen Hefeteigköstlichkeiten entstehen, die Devise

“Türe und Fenster zu”

Beim Kochstudio am 21. Juli wurde aber alles richtig gemacht, der Teig ging auf und die gegangenen Klöße lagen unter schützenden Tüchern in Reih und Glied – einer schöner wie der andere – bevor sie zum Garen in Servietten eingeschlagen über heißem Wasser ihrer Vollendung entgegen dampften.

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Blaubeeren und Zwetschgensoße standen in ausreichender Menge bereit, sodass auch das letzte Stückchen Hefekloß noch reichlich schwimmen konnte.

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Von Astrid Franz Am Sonntag, 22. Juli 2012